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Das Spiel

Prizren

Heute Abend das Spiel!

Vorher aber noch einen Tagesausflug nach Prizren. Zur Einstimmung schon mal die Wikipedia Seite zu dieser Stadt. 1:1 kopiert, so bin ich halt.

Antike

In der unmittelbaren Umgebung der Stadt befand sich die römische Siedlung Theranda in der Region Moesia des Römischen Reichs.

 

Mittelalter

Prizren als Stadt wird erstmals zu Beginn des 11. Jahrhunderts in byzantinischen Quellen als Sitz eines Bischofs erwähnt. Eine Bulle des Kaisers Basileios II. nennt Prizren als eine dem Erzbistum Ohrid unterstellte Eparchie. Sie umfasste damals nur einen Teil des heutigen Kosovo.

Spätestens 1216 wird Prizren – bis dahin unter byzantinischer Herrschaft stehend – Teil des Serbischen Reiches. Im serbischen mittelalterlichen Reich des Königs Stefan Uroš IV. Dušan war Prizren Handelszentrum; in seine Regierungszeit fällt auch die erste Erwähnung einer katholischen Kirche in Prizren. Von 1330 bis 1380 wurde eine Reihe katholischer Bischöfe von Prizren ernannt. Allerdings ist nicht bekannt, ob diese Ernennung rein nominell war (Titularbischof) oder ob die ernannten Bischöfe je ihre Diözese besuchten. Die Tolerierung eines katholischen Elementes in Prizren geht vermutlich auf die Anwesenheit kroatischer Kaufleute aus Dubrovnik (Ragusa) zurück, die hier 1332 ein Konsulat eröffneten.

Der albanische Nationalheld Gjergj Kastrioti Skanderbeg gründete mit einigen anderen albanischen und montenegrinischen Fürsten 1444 die Liga von Lezha, welche für die Verteidigung des Heimatlandes der Albaner und Montenegriner gegen die Osmanische Eroberung vorgesehen war. Der Machteinfluss lag über das ganze heutige Montenegro, Albanien, Kosovo, Epirus und Westmazedonien. Nach vielen erfolgreichen Schlachten starb Skanderbeg, und die Liga begann langsam zu zerfallen. Nach einigen weniger erfolgreichen Schlachten konnten die Osmanen die Gebiete der Liga erobern und ihrem Reich einverleiben.

 

Osmanische Periode

 

Prizren kam im Jahr 1455 (andere Quellen nennen 1459) zum Osmanischen Reich. Die Errichtung der osmanischen Herrschaft bedeutete eine radikale Veränderung der gesellschaftlichen und politischen Zustände. Die alten Regierungsstrukturen der serbischen Adeligen wurden vernichtet und in Prizren galt fortan das neue osmanische System. Unter anderem bedeutete dies für die (albanischen) Katholiken mehr Religionsfreiheit, welche im Vergleich zum serbischen Gesetz bei den muslimischen Osmanen höher entwickelt war.

Im Jahr 1488 übernahm Prizren die Hauptstadtfunktion eines Sandschaks. Im Jahr 1634 wurden in Prizren 12.000 Muslime, 600 Orthodoxe und 200 Katholiken registriert. 1813 wurde sie zum Amtssitz eines Vilâyets erklärt und als man diese Behörde im Jahr 1843 nach Skopje verlegte, übernahm Prizren wieder seine alte Funktion als Sandschakzentrum. Im Zuge der Tanzimat-Reformen des Osmanischen Reiches im Verwaltungswesen wurde Prizren 1868 wieder zur Hauptstadt eines Vilâyets erklärt (siehe hierzu Artikel Vilâyet Prizren). Im Jahr 1874 wurden die Behörden des Vilâyets einmal mehr verlegt. Diesmal erklärte man Pristina zum neuen Hauptort des Vilâyets (siehe hierzu Artikel Vilâyet Kosovo) und Prizren kehrte zurück zur tieferen Stufe eines Sandschaks. Diese Aufgabe hielt sie inne bis zum Ersten Balkankrieg, als serbische Streitkräfte die Stadt am 31. Oktober 1912 einnahmen.

Während des 19. Jahrhunderts war Prizren das zweitgrößte Wirtschafts- und Handelszentrum in den albanischen Gebieten. Zu Ende dieses Jahrhunderts gab es in der Stadt etwa 1500 Geschäfte. Das osmanische Jahrbuch von 1874 beziffert die damalige Einwohnerzahl mit 44.000.

Im 18. und in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts war Prizren historischer Schauplatz der aristokratischen Familie Rrotlla. Diese bekämpften nicht nur ihre örtlichen politischen Gegner, sondern beanspruchten auch die Unabhängigkeit von der osmanischen Zentralregierung. Die Rrotlla regierten etwa 100 Jahre lang und gaben der Region Prizren einen gewissen Charakter eines Paschaliks.

Am 10. Juni 1878 gründeten Intellektuelle und Politiker aus allen albanischen Gebieten die Liga von Prizren. Sie formierte eine Übergangsregierung mit Ymer Prizreni an ihrer Spitze. Auf diese Weise wurde die Stadt zu einem Zentrum des damaligen albanischen Raumes.

 

Neuzeit

Nach dem Ersten Balkankrieg 1912/13 fiel das Kosovo mit Prizren vom Osmanischen Reich an das Königreich Serbien. Ende November 1915 besetzten österreichisch-ungarische Truppen Prizren, im Oktober 1918 räumten sie es. Danach wurde die Stadt Teil des Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen (ab 1929 Königreich Jugoslawien). Zu Beginn des Balkanfeldzuges (Jugoslawien kapitulierte am 17. April 1941) konnten jugoslawische Truppen bei Prizren die Wehrmacht vorübergehend stoppen. Im föderalen System des sozialistischen Jugoslawien ab 1945 kam Prizren zur neu geschaffenen Teilrepublik Serbien als Teil der Sozialistischen Autonomen Provinz Kosovo. Von 1999 bis 2008 gehörte die Stadt zu der unter UN-Verwaltung stehenden Provinz Kosovo, die sich am 17. Februar 2008 als unabhängige Republik erklärt hat. Die Republik Kosovo wird von 115 Staaten anerkannt.

Im Kosovokrieg, insbesondere nach Beginn der NATO-Militärintervention von 1999, flüchteten große Teile der albanischen Bevölkerung aus dem Kosovo über den Grenzübergang Vërmica nach Kukës in Albanien und nach Tetovo in Nordmazedonien. Nach dem Ende des Krieges kehrte der größte Teil der Flüchtlinge innerhalb weniger Wochen in den Kosovo zurück. Daraufhin verließen rund 97 % der Serben und 60 % der Roma das Stadtgebiet. Heute ist Prizren beinahe vollständig albanisch besiedelt. Während des Krieges kam es auch zur Zerstörung zahlreicher kultureller Denkmäler auf beiden Seiten, wie etwa des Gebäudes der albanischen Liga von Prizren durch Serben oder orthodoxer Kirchen durch Albaner. Heute sind die kosovarischen Behörden um die Rückkehr geflüchteter Minderheiten bemüht.

Am 13. Juni 1999 rückten die deutschen KFOR-Streitkräfte unter dem Kommando von Brigadegeneral Fritz von Korff in die Stadt ein. Die deutschen Truppen bezogen ihr Hauptquartier, das Feldlager Prizren, in der ehemaligen jugoslawischen Kaserne am Ostrand der Stadt, welche sie nach neunzehn Jahren am 4. Oktober 2018 an die kosovarischen Zivilbehörden übergaben.

Während der landesweiten pogromartigen Ausschreitungen vom März 2004, die in erster Linie gegen die serbische Minderheit im Kosovo gerichtet waren, sich aber auch gegen andere Minderheiten richteten, kam es in Prizren zu besonders gravierenden Verlusten an kulturellen Monumenten. Am 17. März 2004 griffen Albaner unter anderem das ehemalige serbische Viertel Podkalaja (unter der Stadtburg) an und zerstörten es völlig. Zerstört oder beschädigt wurden außerdem zwei serbisch-orthodoxe Klöster, darunter das Erzengelkloster, das orthodoxe Priesterseminar und fünf andere Stätten.

 

Quelle: Wikipedia

Diese Brücke wird sehr oft fotografiert. Von mir natürlich auch. Und wenn man gleichzeitig noch die Moschee ins Bild rücken kann, super Sache. 

Der Ausflug

Besammlung vor dem Hotel um neun. Pünktlich nimmt die TC-Herde die 200 Meter zum Bus unter die Füsse. Pick-up einer nächsten Gruppe beim Hotel Prishtina. Langsam füllt sich der Bus, und wie, besetzt bis auf den letzten Platz. Der Andrang aufs Spiel soll noch grösser sein. Gemäss kosovarischen Fussballverband auch noch grösser als bei den Spielen gegen England und Italien. Nicht alle haben ein Ticket gekriegt. Gerüchten zur Folge gibts darum vor dem Stadion ein Public Viewing. 

Mal sehen, wie sich das Ganze entwickelt. 

Doch wenden wir uns dem Ausflug nach Prizren zu. Eine Stunde Anfahrt mit Aussicht auf eine sechstündige Stadtwanderung ☹️

Auf der Fahrt nach Prizren, wie auch schon beim Ausflug nach Mirusha, fallen mir die unzähligen, nicht fertiggestellten Häuser auf. Schwer zu erkennen ob sie bewohnt sind oder nicht. 

Oder sind ganz einfach nur Bauruinen, weil dem Bauherr das Geld ausging. 

 

Auch steht ein fertiggestelltes Hotel zum Verkauf. Hotel La Suisse. Greifen sie zu. 

Das Essen

Einer der Gründe, den Ausflug nach Prizren zu buchen war? - genau, das Mittagessen. Und auch da bin ich nicht enttäuscht worden. Fladenbrot mit Aufstrich. Aufstrich von scharf bis noch schärfer. Danach wird der Salat in Schüsseln aufgetischt. Zwei Varianten mit gemischtem Salat. Von Tomaten über Gurken, Karotten, Peperoni, Weisse Bohnen, Oliven, Kabis bis zu Randen. Habe ich mir von Allem geschöpft?

 

Der Salat ist kaum ausgegessen und schon folgt die nächste Ladung. Verschieden Tonschalen mit leckerem Inhalt suchen ihren Platz auf dem Tisch. Spinatwickel, Gemüsegratin, Curry-Chicken und was weis ich noch alles. Aber eins haben sie gemeinsam. Sie sind sowas von fein. 

Und wenn wir alle schon volle Bäuche haben, bringen sie noch Teller, reichlich gefüllt mit Reis und gegrilltem Allerlei. 

Da fühlen sich meine zwei kleinen Bierchen dazu richtig armselig an. 

Da muss ich später am Tag noch zulegen, damit sich Trinken und Essen die Waage halten. 

Aber da mache ich mir keine Sorgen. 

Die folgende Bildserie legt euch die diversen Gänge dar. Selbsterklärend.

Die Moscheen

Moscheen und vor allem Minarette so weit das Auge reicht. Aber Achtung, im ersten Bild eine christliche Kirche. Erkennbar am Glockenturm. Das Geläut ist nicht ganz so störend (ausser man heisst Nancy Holten, dann schon. Kommt sofort nach dem Glockengeläut der Kühe). 

Bild 2-5: Im Innern der Moschee. Ähnlich reichhaltig bemalt wie in einer christlichen Kirche. Spezialität in Bild 5. Tribüne für die weiblichen Besucher.

Der Glücksbrunnen

Darf ich vorstellen? DER Brunnen in Prizren. Wenn man davon trinkt, soll dies Glück bringen. Man sagt ihm auch nach, trinkt man einen Schluck von seinem Wasser, findet man bald eine Partnerin. Also ich habe zwei Mal davon getrunken.

 

Sicher ist sicher.

Und was wir sonst noch gesehen haben

Da kommt die Stunde zur freien Verfügung gerade recht, um einen Verdauungsspaziergang zu traktandieren und gleichzeitig noch das eine oder andere Bild in den Kasten zu bringen. Siehe dazu die Bildlegenden.

Ein Hauch von SchweizerGeschichte

Da schauen wir auf dem, sagen wir mal Morgenspaziergang, so in ein Heimatmuseum rein, und ich meine da ein Stück Schweizergeschichte zu erkennen. Lest dazu die Bildlegenden.

Aber jetzt gehts zum Spiel

Aber auch die einstündige Rückfahrt kommt mir sehr gelegen. Ich nutze sie natürlich für ein Nachmittagsschläfchen. 

Man will ja am Abend fit sein. 

 

Und übrigens. Die Stadtwanderung hielt sich absolut in Grenzen. 

Das Spiel

Ok, 2:2, war zu befürchten. 
Ich bin ein wenig verwirrt. War das die Nati oder der FC Aarau, weil die liefern aktuelle auch den selben Müll ab. 

Aber, der Abend ist gerettet. Wir haben die Nacht zum Tag gemacht. Und wenn ich sage wir, dann ist die Legende ‚Kusi‘ und auch ich gemeint. 

Freunde, es ist alles gut. Noch besser wird es in Israel. Estermann und Co. ,  und natürlich auch ich, werden den Ausflug dorthin rocken.
Ihr dürft gespannt sein.  

Die Aussicht

Morgen geht es zurück in die Schweiz.  (Was sag ich morgen, die Aftershowparty mit dem Hildisrieder geht jeweils bis heute). Da werde ich keinen Blog mehr schreiben.

Aber ich kann euch jetzt schon erzählen wie das so abläuft.


Aufstehen-Packen-Frühstücken-Transfer zum Airport-Einchecken-Boarden-Schlafen-Aussteigen-Auto holen-Heimfahren - fertig!

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