Wer erinnert sich noch an meine letzte Kosovoreise? Einfinden auf dem Flughafen in Zürich um 4:30! Als Variante starte ich die Reise dieses mal in Genf. Eigentlich startet sie bereits am Samstag in Auenstein. Mit der Bahn geht es nach Genève zum Spiel gegen Schweden. Nach dem Spiel gönnt man sich noch das wohlverdiente Siegerbier und ich frage mich, ob es überhaupt Sinn macht, noch etwas Schlaf zu tanken, oder es doch besser wäre, sich das eine oder andere Bier zu gönnen und sich dann direkt zum Airport bringen zu lassen. Die Weisheit siegt, man wird schliesslich älter und somit eben auch weiser, und ich entscheide mich für das Bett. Um vier reisst mich der Wecker aus einem wirklich sehr tiefen Schlaf. Duschen, kurz noch fertig packen und zum Flughafen shutteln folgt in einem Zug. Und so kommt es, dass ich kurz vor fünf auf dem Flugplatzgelände eintreffe. Aber ob 4:30 oder 5:00, früh bleibt früh.
Das Boarding verlief für unsere Gruppe problemlos, kein Wunder, sind wir in dieser Sache doch bestens erprobt. Zwei Stunden und 15 Minuten soll der Flug gedauert haben. Aber was soll ich sagen, schläft man die ganze Zeit, bekommt man nicht allzu viel davon mit.
Nächster Halt Autovermietung. Auch da läuft die Chose problemlos über die Bühne. Radi sei Dank!
Logische Folge, wir sind schon kurz nach unserer Landung auf dem Weg nach Downtown Pristina. Wir kämpfen zwar noch ein wenig mit der Bluetooth-Verbindung zwischen Radio und Handy, aber alles, resp. vieles kommt gut.
Frage. Wie gelangt man mit dem Auto zum Hotel, wenn dieses tief in in der Fussgängerzone liegt? Erst mal gar nicht. Endlos lange kurven wir in den Gassen von Pristina umher, fühlen uns ganz in der Nähe des Hotels, sehen es aber nicht. Auch kein freier Parkplatz ist in Sicht. Irgendwie einem sechsten Sinn folgend, steuert Radi das Parkhaus direkt neben der Kathedrale 'Mutter Theresa' an. Wir laufen die paar Schritte durch die autofreie Zone und checken in unserem Hotel ein. Und auch die Frage mit dem Parkplatz löst sich. Wir können über das Hotel eine Parkkarte ausfassen. Jetzt nur noch mit dem selber gelösten Parkschein das Parkhaus verlassen, und mit der Gratiskarte wieder zurück. Und auch dieses Problem ist gelöst.
Nicht gelöst ist das Problem 'Hunger', darum gehen wir als nächstes dieses Problem an.


In einem der Restaurants in den unzähligen Seitengassen wollen wir uns eine Mahlzeit einverleiben, Unsere Wahl fällt auf das Restaurant Pishat, wo wir uns auf einen der beiden Menu-Vorschläge festlegen. Gute Wahl würde ich sagen.
So gestärkt, machen wir uns auf einen kleinen Stadtrundgang. Vorbei am Newborn-Denkmal, an unzähligen Statuen (am Boden sitzend oder hoch zu Ross), vorbei an noch mehr Minaretten (Bilder siehe Kosovo-Blog vom September 23), umrunden wir danach das National-Stadion und kehren nach längerem Marsch zum Startpunkt zurück. Jetzt aber eine kurze Pause einlegen und etwas erholen.
Und hier noch zwei Eindrücke von der hohen Kunst der Kabelführung der hiesigen Elektriker-Gilde. Wenn wunderts, dass nicht immer alle Beleuchtungen der Kathedralen tadellos funktionieren.
Weil der Hunger nach der Mahlzeit vom Nachmittag nicht allzu gross ist, aber dennoch leicht störend ist, genehmigen wir uns noch ein Apero-Plättchen. Und natürlich darf auch das Glas Wein dazu nicht fehlen. Und so sitzen wir noch längere Zeit neben der wärmenden Gasheizung, diskutieren über die Möglichkeiten von verschiedenen Daten-Roaming Angeboten. Eines scheint so toll zu sein, dass es Leute gibt, die es gleich dreimal aktivieren, auch wenn es für den Kosovo gar nicht gültig ist. Ausnahmsweise nennen wir diesmal keine Namen. Und wie es der Zufall so will (nachgeholfen), finden zwei BWT-Monteure aus meinem Dorf den Weg zu uns, und so haben wir einen Grund, ein weiteres Glässchen reinzuhauen, bevor es dann, mehr oder weniger zeitig, zurück ins Hotel geht. Ich habe noch einiges an diesem Blog zu schreiben, darum kommt dies auch mir gelegen.

Und weil ich nach der Rückkehr ins Hotel in eine Schreibblockade laufe, gehe ich nochmals raus, und unternehme etwas gegen den aufkommenden Durst. Die BWT-Leute halten tapfer die Stellung, und so geselle ich mich zu ihnen und auch heute gibt es noch einen feinen Schlummertrunk.

















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Radi (Montag, 17 November 2025 07:26)
Nach dem Schlummertrunk hat es dann mit schreiben wohl toll geklappt...;-)